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Das Versicherungskontor

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1. Fristversäumung


Der Aufsichtsrat der X.-GmbH nimmt deren Geschäftsführer wegen mangelhafter Fristen-kontrolle in Anspruch. Dieser hatte einen Steuerbescheid an die hiervon betroffene Fachabteilung weitergeleitet. Hierbei habe er es schuldhaft unterlassen, für die rechtzeitige Einlegung eines erfolgversprechenden  Einspruches zu sorgen. Hieraus sei der Gesellschaft ein Schaden in Höhe der zu entrichtenden Steuer von rund 50.000 EUR entstanden.



2. Verspäteter Vertragsabschluss


Der Geschäftsführer der X.-GmbH war von den Gesellschaftern beauftragt, die Ernte 2009 zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Da in 2008 hohe Erlöse erzielt werden konnten, habe er Angebote für die Ernte 2009 als zu niedrig angesehen und im Vertrauen auf steigende Preise abgewartet. Das Preisniveau sei jedoch weiter gesunken. Die Gesellschaft macht daher den Geschäftsführer für einen Schaden in Höhe von rund 60.000 EUR verantwortlich.



3. Fehlerhafte Kündigung


Der Geschäftsführer der X.-GmbH stellt einen neuen Produktmanager ein. Da sich dieser im Laufe der Zusammenarbeit als fachlich ungeeignet erweist, kündigt der Geschäftsführer den Anstellungsvertrag. In dem arbeitsgerichtlichen Verfahren wird lediglich eine vergleichsweise Beendigung des Arbeitsverhältnisses erlangt, da keine schriftlichen Abmahnungen vorhanden sind und eine Anhörung des Betriebsrates vor der Kündigung nicht stattgefunden hat. Da hierfür der Geschäftsführer verantwortlich sei, wird er von der Gesellschaft in Höhe der zu zahlenden Abfindung von 25.000 EUR in Anspruch genommen.



4. Fehlerhafte Projektleitung


Die X.-GmbH nimmt ihren ehemaligen Geschäftsführer wegen eines Schadens in Höhe von 2,5 Mio. EUR in Anspruch. Dieser sei durch Pflichtverletzungen im Rahmen der Realisierung eines Bauprojektes entstanden. Denn der Geschäftsführer habe es unterlassen, eine ausreichende Bauleitung vorzunehmen  bzw. sicherzustellen. Ferner seien in der Objektkalkulation zahlreiche Kosten nicht angesetzt worden. Zudem seien verfrüht vor Erteilung der Baugenehmigung Aufträge an Dritte erteilt worden.



5. Kündigung des Telekommunikationsanbieters


Der Geschäftsführer einer GmbH beauftragt einen Mitarbeiter den Vertrag mit dem Telekommunikationsanbieter zu kündigen und einen Vertrag mit einem deutlich günstigeren Wettbewerber abzuschließen. Versehentlich kündigt der Mitarbeiter nur den separat laufenden Internetanschluss. Durch die doppelte Vertragsbindung entsteht über die Vertragslaufzeit ein Schaden von ca. 30.000 EUR. Das Unternehmen verlangt diesen Betrag vom Geschäftsführer, wegen mangelnder Überwachung des Mitarbeiters.

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6. Unrentable Eröffnung einer Niederlassung


Der bereits seit Jahren tätige und sehr erfolgreiche Geschäftsführer eines Bauunternehmens in Leipzig, beschließt die seines Erachtens günstige Situation zu nutzen und eröffnet eine Niederlassung im benachbarten Ausland. Er hatte sich hinsichtlich der Rahmenbedingungen des dortigen Tätigwerdens auf die Aussage seines aus der Region stammenden Poliers verlassen, ohne eigene Markterforschung betrieben zu haben. Unmittelbar nach Eröffnung der Niederlassung wird dort ein Auftrag mit nicht unerheblichem Volumen angenommen. Eine erfolgreiche Ausführung, vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht erweist sich als praktisch unmöglich. Subunternehmer vor Ort sind nicht bereit für den auswärtigen Konkurrenten zu üblichen Konditionen zu arbeiten; ja sogar die Übernachtungspreise für Mitarbeiter des Unternehmens sind deutlich höher als sonst üblich. Die nicht kostendeckende Übernahme des Auftrags und die sonstigen anfallenden Kosten – einschließlich der Auslagen für die Schließung der Niederlassung - summieren sich auf rd. 1.3 Mio. EUR. Diesen Betrag will die GmbH von ihrem Geschäftsführer wiederhaben.


7. Unrentabler Rahmenvertrag


Der Geschäftsführer einer Tochter - GmbH eines Kfz-Logistik-Unternehmens ist für einen Schaden von 4,5 Mio. EUR verantwortlich gemacht worden. Dem Geschäftsführer war entgangen, dass er einen Rahmenvertrag mit einem großen Automobilhersteller geschlossen hatte, der zwangsläufig zu wirtschaftlichen Nachteilen seines Arbeitgebers führen musste, weil die Kalkulationsgrundlagen offensichtlich falsch waren. Es erfolgte ein Vergleich im siebenstelligen Bereich.


8. Insolvenzverschleppung

Den Verantwortlichen eines Unternehmens, das Events in der Unterhaltungsbranche veranstaltet, wurde vorgeworfen, nicht rechtzeitig Insolvenzantrag gestellt und damit den Schuldenstand um über 4 Mio. EUR vergrößert zu haben. Der Fall wurde durch eine Zahlung von 2,3 Mio. EUR in der 2. Instanz abgeschlossen.